Der Mammutbaum an der Marienkirche

Der Mammutbaum ist ein Vertreter der Art sequoiadendron giganteum (auch Wellingtonie genannt) und wurde 1864 an die Kirchenmauer gepflanzt, zusammen mit einem zweiten Exemplar, das vor 40 Jahren bereits gefällt wurde. Mittlerweile überragt er den Kirchtum um mehrere Meter und ist eng an die Kirchenmauer gerückt. Ob der Baum der Kirche schadet, ist unklar. Es hängt davon ab, ob der Baum Druck auf das Mauerwerk ausübt oder um es herumwächst. Einige Fachleute meinen, dass der Baum für Risse im Deckengewölbe des Chorraumes verantwortlich ist. Andere Fachleute sagen, dass er den Untergrund der Kirche entwässert und so stabil hält. Der Chorraum bzw. dessen Statik wird jährlich vermessen, um Hinweise auf Verschiebungen durch den Baum frühzeitig erkennen zu können.

Für den Fall, dass der Baum doch eines Tages entfernt werden muss, wurde ein zweiter Baum in einem etwas größeren Abstand zur Kirche gepflanzt. Er soll dann die Nachfolge für das Ensemble "Kirche und Baum" übernehmen.

Traditionell war seit einigen Jahren der kleinere Mammutbaum in der Advents- und Weihnachtszeit mit elektrischen Kerzen beleuchtet worden. Im Jubiläumsjahr 2015 (900 Jahre Bronnweiler, 600 Jahre Grundsteinlegung des Chorraums) wurden unter Mitwirkung der Bronnweiler Feuerwehr und professionellen Steigern LED-Lichterketten im großen Mammutbaum angebracht. Die Lichterketten sind insgesamt ca. 1,2 km lang und bestehen aus 3000 Einzelleuchten. Am 27. November 2015 wurde diese Beleuchtung in feierlichem Rahmen erstmals in Betrieb genommen.

Auch in der Advents- und Weihnachtszeit 2016/2017 erstrahlen der Baum und die Kirchenfenster bis Epihanias (Dreikönig) von der Abend- bis zur Morgendämmerung; am 06. Januar verlöschen die Lichter um 22:00 Uhr. Die Lichterketten verbleiben vorerst dauerhaft im Baum, sie müssen aber jedes Jahr gewartet werden.

 

 

Der Mammutbaum als Weihnachtsbaum